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Warum Start-Ups häufig scheitern
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 1.

unzureichende Marktanalyse

 2.

fehlende Kundenorientierung

 3.

Selbstüberschätzung

 4.

nicht nur Erster, sondern auch Bester sein

 5.

unrealistische Schwachstellenanalyse

 6.

gute Ideen alleine reichen nicht

 7.

falscher Fokus

 8.

formale Fehler

 9.

das Zahlenwerk muss stimmen

10.

Zusammensetzung des Gründerteams

Basis :

500 Businesspläne von Internet-Start-ups

Analysten :

Das Marktforschunginstitut Market Lab & das Risikokapitalunternehmen Econa AG

 1.

unzureichende Marktanalyse

Der häufigste und gewichtigste Fehler der untersuchten Businessspläne (81,8 Prozent) ist die unzureichende Untersuchung des Marktes für die Start-up-Idee. Gründungswillige müssen ermitteln, wie groß der Markt für ihr Angebot ist, wer die potentiellen Kunden sind, wie viele potentiellen Kunden es für ihr Angebot gibt und wie viele davon tatsächlich gewonnen werden können. Die mangelhafte Marktanalyse führt zu falschen oder unrealistischen Umsatz- und Ertragsprognosen.

 2.

fehlende Kundenorientierung

Aus einer unzureichenden Marktanalyse folgt als Konsequenz die fehlende Kundenorientierung (79,4 Prozent). Besonders bei technischen Produkten wird eine frappierende Detailverliebtheit deutlich. Der tatsächliche Bedarf des Kunden wird meistens falsch verstanden, nur der vermeintliche Produktnutzen in Erwägung gezogen. Der Kunde will jedoch nicht den technisch aufwändigsten Bohrer, er will die saubersten Löcher in der Wand. Darin besteht letztlich der Nutzen, der demnächst vielleicht durch den Laserbohrer befriedigt wird. Gründer fragen sich zu selten, welches Kundenproblem sie lösen und welchen Nutzen sie damit letztendlich bieten.

 3.

Selbstüberschätzung

52,4 Prozent der Gründer missachten die Spielregeln des Marktes und unterschätzen die Anforderungen an ein Start-up – von Unternehmensaufbau und – führung bis hin zum IPO. Diese Überschätzung der eigenen Fähigkeiten resultiert häufig aus einer fehlenden unternehmerischen Einstellung. So zeigen sich in den untersuchten Businessplänen oft völlig unrealistische Vorstellungen von Personalkosten – Sozialabgaben wurden vergessen, oder Firmenwagen als Erstes genannt. Die Vorstellung vom schnell verdienten großen Geld verstellt den notwendigen strategischen Weitblick für das Unternehmen

 4.

nicht nur Erster, sondern auch Bester sein

In 42,5 Prozent aller Fälle wurde die Chance des vermeintlichen First Moves als Erfolgsgarant für die Idee gesehen – der Glaube, es gäbe keine Konkurrenz, ist fahrlässig: Es gibt immer Unternehmen, die das Kundenproblem ebenso lösen können. Das Ziel ist also: nicht nur schneller, sondern vor allem auch besser, d.h. nutzenorientierter agieren.
Die potentiellen Unternehmer übersehen außerdem häufig, dass die meisten Ideen nachahmbar sind: Was hindert ein finanzstarkes Unternehmen der Branche, in der sie tätig werden wollen, dasselbe zu tun – insbesondere wenn die Idee gut ist?

 5.

unrealistische Schwachstellenanalyse

72,2 Prozent der Start-ups verkennen den Wert einer realistischen Schwachstellenanalyse und beschränken sich auf die Darstellung von vermeintlichen Stärken und überzogenen Chancen. Nur eine realistische Selbsteinschätzung ermöglicht jedoch die Überwindung von Schwachstellen.

 6.

gute Ideen alleine reichen nicht

Hinter einem Start-up Vorhaben steht häufig lediglich eine gute Idee. Nur die Hälfte aller Existenzgründer (48,8 Prozent) erkennen die Wichtigkeit des Businessplans als Planungs- und Steuerungsinstrument zur Überprüfung der Wirksamkeit des Geschäftsvorhabens.

 7.

falscher Fokus

80 Prozent der Business Pläne sind mit der falschen Zielsetzung geschrieben. Der Leser ist als potentieller Kapitalgeber hauptsächlich am Return-on-Investment interessiert, muss dem Businessplan also Nutzen und Erfolgschancen des Vorhabens entnehmen. Die Argumentationskette sollte dabei schlüssig und überzeugend sein.

 8.

formale Fehler

Bei 54,2 Prozent der untersuchten Businesspläne wurden triviale Regeln der Rechtschreibung, Struktur, Tonalität und Gliederung missachtet. Das disqualifiziert den Bewerber umgehend.

 9.

das Zahlenwerk muss stimmen

In 71,8 Prozent der untersuchten Businesspläne wurden einige Positionen mit einer überzogenen „Schein-Genauigkeit aufgeführt. während das Gesamtzahlenwerk nur lückenhaft dargestellt war. Darüber hinaus wurden wichtige Kostenpositionen schlicht vergessen oder falsche Steuersätze angegeben. Hinzu kommen oft fatale Rechen- oder Formelfehler.

10.

Zusammensetzung des Gründerteams

Der Businessplan muss die Kompetenzen des Teams in allen relevanten Bereichen präsentieren. Tatsächlich rekrutiert sich das Team aber in 62,4 Prozent der Fälle aus einseitigen Kompetenzbereichen, die beispielsweise die Bedeutung einer konsequenten Marketingstrategie nur unzureichend erkennen. Der Businessplan muss über eventuelle Schwachstellen im Team informieren und Lösungen – etwa durch Personalakquisition – nennen.

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StartupJedes fünfte junge Unternehmen gibt in den ersten fünf Jahren wieder auf.

Das sagen zumindest die Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums. Erstaunlich, angesichts des Netzwerkes aus Beratungsleistungen und Finanzierungshilfen, die es für Existenzgründer gibt.

Jeder hat eine revolutionäre Idee, ein unschlagbares Konzept, ein alles in den Schatten stellendes Produkt, eine weltbewegende Technik.

Werbekampagnen sind meist nur laut, ohne wirklich auf das Produkt einzugehen.

Geldgeber konzentrieren sich nur auf Zahlen wie Umsatz und Provisionen. Echte finanzexperten zumeist, aber ohne ahnung vom Produkt oder vom Markt.

Die mangelnde Kenntnis des Marktes steht an erster Stelle. Existenzgründer sind auf ihr Produkt, ihre Idee fixiert. Nach der Bewilligung der ersten Finanzierungsrunde holen sie sich „kreative Agenturen“ ins Haus, die ihr „Baby“ vermarkten sollen, beauftragen sie Unternehmensberater für die Steuer- und Finanzierungsangelegenheiten. Echtes Marketing bleibt außen vor. 

Und am Ende wundert man sich, dass der Laden nicht läuft. Der Punkt ist, dass man keinen Spezialisten im Unternehmen haben, der sich darum kümmert, wie groß der Markt für das Angebot ist, wer die potenziellen Kunden sind oder wie diese gewonnen werden können.

Das Produkt und seinen Markt genau zu kennen, eine Beziehung zu den Kunden aufzubauen, das ist für junge Unternehmen das A und O. Sie müssen heute mehr denn je Ihren Partnern Produkte oder Dienstleistungen anbieten, die sie wirklich wollen und benötigen. Und wer es zusätzlich schafft, auf die individuellen Neigungen einzugehen, schafft erfolgreiche Kundenbindung und langfristige Beziehungen.

 

Heutzutage hört man besonders viel über junge Dot-com-Unternehmen, die Schwierigkeiten am Markt haben Wie schaffe man es, etwas Abstraktes wie einen Internet-Service an den Endverbraucher zu bringen?

Untersuchungen zeigen, das 80 Prozent der Bevölkerung die Werbung junger Dot.coms nicht verstehen. Gerade die Online-Marken müssen aber alles daran setzen, emotionale Haltepunkte zu bieten, Vertrauen zu schaffen und Sicherheit auszustrahlen. Und das in sehr kurzer Zeit, denn die neuen Online-Marken haben nicht das finanzielle Polster lange auf den Erfolg warten zu können.
 

Ob New oder
Old Economy –
im Grunde gilt
eine ganz alte
Weisheit: Man kann
nur verkaufen,
was der Markt wirklich
fordert oder
wofür ich Märkte schaffe.